Definition der internationalen Steuerlehre

 

In der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung, insbesondere in der Betriebswirtschaftslehre sind verschiedene Schwerpunktbildungen üblich. Es kann nach dem Grundstudium, das einen Überblick über alle relevanten Teilgebiete geben soll, eine Schwerpunktbildung nach Tätigkeitsbereichen wie Marketing oder Rechnungswesen oder nach Branchen wie Handel oder Industrie erfolgen. Eine solche Spezialisierung ist auch nach dem Tätigkeitsbereich der Steuerlehre und nach der Brache der Außenwirtschaft möglich. Die internationale Steuerlehre stellt also ein Teilgebiet auf beiden Ebenen dar, was mit folgender Grafik verdeutlicht werden soll:
  
Fachliche Einordnung der Internationalen Steuerlehre:

 

Gegenstand der Internationalen Steuerlehre sind somit Besteuerungsproblematiken bei internationalen Anknüpfungspunkten. Dies sind insbesondere Betriebsstätten oder Tochtergesellschaften inländischer Unternehmen im Ausland oder ausländischer Unternehmen im Inland. Zu diesem Komplex können auch ins Ausland bzw. ins Inland entsandten Arbeitnehmer gerechnet werden. Der reine Außenhandel als Direktgeschäft ist dagegen eher unproblematisch und nur bei indirekten Steuern ein Teil der Betrachtung. Das Verständnis für die Internationalen Steuerlehre setzt Grundkenntnisse in der Betrieblichen Steuerlehre wie auch in der Finanzwissenschaft und der Außenwirtschaftslehre voraus.

Prinzipien der Zuordnung von Besteuerungsrechten