2. Funktionen in der Wertschöpfungskette

(siehe Abb. 2 in 1.1)

 

2.2. Investition

 

Für den Kauf von Investitionsgütern, die also nicht zum Verbrauch sondern zum Gebrauch bestimmt sind, sind die Ausführungen zum Einkauf und zur Eingangslogistik teilweise auch anwendbar. Unterschiedlich zur sonstigen Beschaffung ist aber die Feststellung des Investitionsbedarfs und die Fällung der Investitionsentscheidung. Dem ist eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen, denn ca. 80 % der zukünftigen Kosten werden durch die Investition vorherbestimmt.

 

Besonders in der Politik wird der Begriff der Investition oft irreführend verwendet, wenn in Wirklichkeit laufende Ausgaben gemeint sind. Auch im Marketing, das ja immer gern eine kreative Sprache einsetzt, wird lieber von positiv besetzten Investitionen als von negativ klingenden Ausgaben  gesprochen. Investition sind größere Ausgaben in der Gegenwart, die in zukünftigen Perioden (in denen dann keine Ausgaben mehr stattfinden) einen Nutzen bringen. Werbung wäre z.B. keine Investition, weil sie auch in der Zukunft weiter betrieben wird. Dagegen könnte die Fortbildung der Arbeitnehmer eine Investition sein.